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2. Januar 2011

Spagettisauce fürs neue Jahr

Liebe Leser des Black-Blog

Nach einem etwas längerem Weihnachts- und Jahreswechsel-Unterbruch melde ich mich wieder zurück. Ich hoffe ihr hattet ein paar schöne Festtage mich euren Freunden und/oder Verwandten. Leider ging in dieser Zeit die letzten beiden Beiträge aus Madrid einwenig unter. Dies aber auch weil es, abgesehen vom Fussballspiel Real Madrid gegen Sevilla, nicht mehr sehr viel interessantes zu berichten gab. Eventuell werde ich noch eine kleine Zusammenfassung online stellen.


Was war noch so los? Tolle Geschenke habe ich erhalten, von welchen dieser Blog auch 1-2 mal profitieren kann, dazu jedoch im verlaufe der nächsten Woche mehr.

Des weiteren war ich viel unterwegs und habe den Rest meiner Ferien (welche heute enden) genossen. Doch nun können wir wieder mit Vollgas in das neue Jahr starten. Viele Ideen und Ereignisse habe ich bereits notiert, mich welchen ich euch überraschen kann. Eine kurze Episode, was mir letzte Woche passiert ist:

Ich war am Einkaufen beim Orangen Riesen in meinem Wohnort. Also eine ganz alltägliche Situation, welche die meisten hier sicher kennen. Kurz vor der Kasse wurde ich von einem jungen Typen (ca. 1-2 Jahre jünger als ich) angesprochen, ob ich ihm helfen könne. Naja, auch wen ich nicht ein solch schickes, rotes Hemd trug, gebot mir der Anstand zu bejahen. Die nun folgende Frage warf mich jedoch einwenig aus dem Konzept: Was für eine Sauce den am besten zu Spagetti oder Teigwaren passen würde?
Ganz ehrlich, was antwortet man da? Hin und her gerissen zwischen den All-Time-Favorits, meinen persönlichen Vorlieben und einer Spassantwort entschied ich mich für ersteres und "empfahl" ihm Bolognese.

Jedoch frage ich mich bis heute, wie man überhaupt so etwas fragen kann. Teigwaren jeglicher Art und die hierzu passenden Saucen gehören für mich in das Koch-ABC für absolute Noobs, praktisch auf der gleichen Stufe wie Fischstäbchen und Ravioli aus der Dose. Ist die Menschheit wohlmöglich mit dieser Jugen doch auf dem absteigenden Ast?

Ach ja, mein Favorit für Spagetti (neben der selbstgemachten mit viel Knoblauch und Zwibeln) ist übrigens:


Pesto Rosso von Bertolli
(jetzt in ihrer Migros)

17. Dezember 2010

Hola Madrid - Tag 2

Nach ein paar Stunden Schlaf und einer weckenden Dusche begann der Tag für mich um ca. 10 Uhr bei der Bäckerei auf der anderen Strassenseite. Trotz mehrmaligem Versuchen, erreichte ich die Kollegen nicht, mit denen ich eigentlich für heute Morgen abgemacht hatte. Also begab ich mich wieder alleine Richtung Stadion Bernabéu. In der Metro stiess ich dann auf ein paar andere Berner, welche das gleiche Ziel ins Auge gefasst hatten.


Am Stadion angekommen ging es zuerst nochmals rundherum bis zum Fanshop. Und dort wartete eine Gruppe sehr bekannter Gesichter auf uns: Die komplette Mannschaft von YB inklusive Trainerstab, Sicherheitspersonal und VIP-Gäste. Man nutzte dies Gelegenheit für einwenig Smalltalk und erfuhr, das Sie soeben von der Stadionbesichtigung kommen, was doch einigen sehr Eindruck gemacht hat. Auf der Ersatzbank von Real Madrid platz zu nehmen, ist sicher für den einen oder anderen Spieler unseres Kaders noch ein Kindheitstraum.


Nachdem die Gruppe ihren Luxus-Reisecar (leider nicht das Postauto) bestiegen hatte, verabschiedete ich mich von den anderen und kaufte mir für 16€ auch ein Ticket für die Stadionbesichtigung. Als erstes ging es im Turm bis ganz nach oben. Anders als im San Siro in Mailand muss man aber nicht Schnecke rundherum laufen, sondern kann bequem die Rolltreppen benütze. Oben angekommen erhält man einen wunderschönen Rundblick auf das ganze Stadion.

Weiter ging es in das Museum. Neben der eindrücklichen Sammlung von Trophäen und Auszeichnungen für die Spieler und die Mannschaft, gab es auch alte Trikots, Wimpel, Tickets und Dokumente. Die ganze Geschichte der "Königlichen" ist sehr gut dokumentiert. Zudem werden auch die Erfolge der Nebenteams, z.B. der Basketballmannschaft, hier gezeigt.


Nach den VIP Räumen ging es danach weiter runter bis man schliesslich auf der Höhe des Spielfeldes stand. Die halbe Spielfeldlänge war entlang der Seitenlinie für die Besucher freigegeben und am Ende warteten die Trainer- und Ersatzbänke, wobei man hier eher wieder von sehr bequemen Sportsitzen sprechen sollte. Auf diese konnte man sich sogar setzen und einmal das Gefühl bekommen, wie z.B Özil die Spiele jeweils sieht. Weiter durch den Spielertunnel ging es in die nicht wirklich aufregenden Umkleidekabinen und schliesslich in den Fanshop, welchen ich nun links liegen liss.




Angetan von diesem Stadion ging ich danach direkt zum offiziellen Ticketschalter und kaufte mir für 65€ ein Ticket für diesen Sonntag. Ich hoffe dass das Stadion einigermassen voll sein wird und das ich ein gutes Spiel zu sehen bekomme.


Da bereits früher Nachmittag war, meine Beine langsam erschöpft waren und ich trotzdem noch kurz etwas sehen wollte, ging ich dem Tipp nach, den Hauptbahnhof zu besuchen. Hier, in der alten Bahnhofshalle wurde ein kleiner Palmengarten eingerichtet. Zudem herrschen in der Halle das ganze Jahr über angenehme 20-24 Grad. Da können wir in der Schweiz nur träumen, von solchen Temparaturen in den Bahnhöfen.



Danach trieb es mich wieder zurück in mein Hotel. Die kurze Nacht forderte Ihren Tribut und ich musste mich kurz hinlegen. Um 17.45 wollten sich alle YB-Fans bei der Stadion soll treffen, um danach gemeinsam zum Stadion in Getafe zu kommen. Ich ging also um halb 6 Uhr auf den Platz und suchte nach gelbschwarzen Gestalten in der Menge. Vereinzelt versprengte Gruppen konnte man ausmachen, jedoch war der grosse Mob nirgends zu sehen. Nach einem kurzen Telefon war die Ursache auch schnell gefunden. Aufgrund der Fligerverspätung aus Basel wurde der Zeitpunkt um eine Stunde verschoben. Also informierte ich alle Fans die ich zufällig auf dem Platz traf. Nach und nach traffen nun die Leute ein und um ca. 7 Uhr waren wir nun in etwa komplett. Nach kurzer Beratung entschied man sich dafür, nicht die Metro sondern den Vorortszug zu nehmen, was nun in der Bahnstation vor den Ticketschaltern einen grossen Andrang produzierte.


Singend ging es danach auf das Perron und dann mit dem Zug weiter Richtung Vorort. Dort wurden von einer Mini-Polizeieskorte von nicht mehr als 6 Mann erwartet, welche alle ziemlich nervös und überfordert dastanden. Nach einem ca. 15 minütigen Fussmarsch durch die Wohnquartiere und einer ziemlich laschen Sicherheitsprüfung fanden wir uns nun im kleinen aber hübschen Stadion unseres Gegners wieder.



Bereits im Vorfeld hörte man, dass die Verantwortlichen des spanischen Klubs mit sehr wenig Zuschauer rechneten, besser gesagt mit ca. 2'000 Leuten, weshalb sämtlichen Saisonkarten-Inhabern von Getafe gratis Zutritt gewährt würden. Während sich die ca. 250 Berner im Gästesektor gemütlich einrichteten, blieb das Stadion weiterhin praktisch leer und bei Anpfiff sah das ganze auch nicht viel besser aus.
Zum Spiel selber verliehre ich besser keine grossen Worte, den das Gebotene war auch nicht wirklich gross. Trotz dem Treffer blieb die Stimmung im Gästesektor jedoch meistens sehr gut und unser Echo erschallte durch die leeren Ränge des Coliseum Alfonso Pérez. Eine kleine aber feine Pyroshow kurz vor Ende bescherte den Schlagstöcken der Sicherheitskräften in den roten Hosen sowie der Polizei einen kurzen aber erfolglosen Einsatz. Nach einer kurzen Blocksperre von ca. 10 Minuten lief man gemeinsam wieder zurück zum Bahnhof, ging gratis durch die Ticketkontrollkästen und nahm den nächsten Zug Richtung Zentrum. Einen kleinen Imbiss später verabschiedete ich mich von meinen Fanclub-Kollegen und ging zurück ins Hotel. Die anderen gingen weiter Richtung Flughafen mit der Hoffnung, dass ihr Flug am nächsten Morgen auch wirklich stattfinden würde.


Für den 3. Tag in Madrid ist eher ein kleines Programm geplant. Neben der Auslosung des nächsten Gegners um 13 Uhr steht noch die Ankunft meiner Kollegin an. Dazwischen werde ich mich wohl kurz im königlichen Viertel herumschleichen.